Lactifluus vellereus - Wolliger Milchling
Beleg: mi-2015-022
Ein Fund von ca. 8 Exemplaren am 1. Oktober 2015.
Standort: FND "Tornadowald", Gemeinde Karlsbad, südlicher Kraichgau, Baden. MTB 7117/11 Birkenfeld.
Der Fundort liegt auf Lößlehm, also auf pflanzenphysiologisch neutralem Boden. Begleitbäume Rotbuche, Eiche, Birke, Zitterpappel.
Beim Fund handelt es sich um den "normalen" Wolligen Milchling mit milder Milch, scharfem Fleisch und an der Luft sowie mit KOH weißbleibender Milch. Es handelt sich um einen typischen "Erdschieber", der bereits flach ausgebreitet aus der Erde kommt.
Hut bis zu 20 cm, schon jung trichterförmig ausgebreitet mit eingebogenem Rand, cremefarben bis hell milchkaffeebraun, Oberfläche feinfilzig, trocken.
Stiel kurz und dick, stämmig, hutfarben, trocken, samtig.
Lamellen cremefarben, untermischt, gegabelt, etwas entfernt stehend, normal breit und normsl dick, im Alter bräunend.
Fleisch hart, unter den Lamellen dick, cremefarben.
Milch dauerhaft weiß.
Milchgeschmack abgetropft mild. Leckt man die Milch über dem Fleisch, so bekommt man einen falschen, nämlich scharfen, Geschmackseindruck!
Fleischgeschmack interessant. Unmittelbar hat man den Eindruck des Delica-Geruchs (Russula delica) im Mund, nach zwei Sekunden sehr scharf und dann im Rachen brennend.
Sporenpulver zwischen weiß und weißlich, also Ia-Ib nach Romagnesi.
Farbreaktionen
an der Luft: Milch weiß, Fleisch weiß
FeSO4: Milch weiß verklumpend, Fleisch stark bräunlich rosa
Guajak: Milch schwach blaugrün, Fleisch stark blaugrün
KOH 30%: Milch weiß, Fleisch weiß mit rostfarbenen Punkten.
| Makrochem. Farbreaktionen von links nach rechts: ohne Chemie, FeSO4, Guajak, KOH 30% |
Sporen rundlich bis breit ellipsoid, warzig-netzig, z.T. vollständige Netze bildend, Warzen bis ca. 0,2-0,3 µm hoch, stark amyloid. Hylarfleck nicht amyloid. MW(N33,P95): 8,5-9,8 x 7,8-8,9; QM(N33,P95): 1,08-1,12; VM(N33,P95): 270-300
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| Sporen in Melzers Reagenz |
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| Negativbild der Sporen |
Huthaut aus einem ca. 500 µm dicken Lamptotrichoderm (schräg stehende, dickwandige Hyphen) bestehend. Hyphen ca. 4 µm dick, z.T. dünn septiert (im Bild nicht sichtbar).
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| Huthaut in Kongo-NH3 |
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| Huthaut-Hyphen in Kongo-NH3 (Detail) |
Stielhaut aus einem ca. 200 µm dicken Lamptotrichoderm bestehend. Hyphen z.B. 250x3 µm dick, z.T. dünn septiert.
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| Stielhaut in Kongo-NH3 |
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| Stielhaut-Hyphe in Kongo-NH3 |







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