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| Erkennbar die Farbe frisch ausgetretener sowie langzeitlich abgetrockneter Milch |
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| Hier ein Fruchtkörper mit leichter Grünverfärbung |
Lactarius salmonicolor - Lachsreizker
Ein Fund von ca. 20 Exemplaren am 17. Oktober 2015.
Standort: Walddistrikt "Schelmenbusch", Nähe Schwanner Warte, Gemeinde Straubenhardt, Nordschwarzwald, Baden-Württemberg MTB 7117/32 Birkenfeld.
Fundort: Nadelmischwald mit eingestreuten Birken und Rotbuchen, am Fundort nur Weißtanne sowie eine große Rotbuche auf stark saurem Boden über Mittlerem Buntsandstein SMC2.
Dieser als guter Speisepilz bekannte Reizker mir roter Milch pflegt Mykorrhiza ausschließlich mit der Weißtanne Abies alba.
Hut mittelgroß, freudig lachsorange, seltener auch mit grünlichen Bereichen, deutlich konzentrisch gezont, feucht glänzend und schleimig.
Lamellen in etwa hutfarben, sichelförmig, untermischt, bezüglich Breite, Dicke, Gedrängtheit in etwa "nornal". Besonderheit: Die Art wird gerne von dem Schlauchpilz Hypomyces lateritius, befallen, der die Ausbildung der Lamellen verhindert. Derartige Fruchtkörper sehen irgendwie verkrüppelt aus, werden "Steinreizker" genannt und sollen angeblich wohlschmeckend sein??
Stiel glänzend, glatt, schwach klebrig, hutfarben, mitunter mit einer hellen "Ringzone" direkt unterhalb der Lamellen, meist mit etwas dunkleren, längsgestreckten Flecken. Fruchtkörper werden zeitig im Stiel hohl.
Fleisch im Hut dick, von der Milch zuerst mennigerot, später trüb rot. Stielrinde farbgleich, der ausgestopfte Bereich im Inneren ist weißwattig.
Geruch angenehm fruchtig, für eine halbe Stunde in eine Dose "gesperrt", entwickelt sich ein deutlicher Geruch nach Mandarine, Geschmack bitterlich.
Die Milch tritt bei Verletzung reichlich mennigerot hervor und färbt sich nach etwa einer halben Stunde nach weinrot/braunrot um. Sie ist etwas klebrig.
Myzel rot.
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| Makrochemische Farbreaktionen |
Die Sporenstaubfarbe kann man mit "Rosafalb" oder "Milchkaffeebraun mit einem Rosastich" bezeichnen.
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| Sporen in Melzers Reagenz |
Sporen ellipsoid, warzig- gratig, gern mal zebriert oder auch Teilnetze bildend, Ornamente bis knapp über 0,5 µm hoch, stark amyloid. Hilarfleck nur am entfernten Apiculusende amyloid.
Ein Fruchtkörper vom 17.10.2015 ergab:
MW(N25P95): 8,2-8,6 x 6,7-7,0; QM(N25P95): 1,20-1,26; VM(N25P95): 195-220.
Ein weiterer Fruchtkörper, aufgesammelt am 20.10.2015 ergab jedoch:
MW(N25P95): 9,3-9,8 x 7,6-8,0; QM(N25P95): 1,19-1,25; VM(N25P95): 285-325.
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| Cheilozystiden in Sulfovanillin, Handschnitt nach der PEG-Methode |
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| Pleurozystiden in Sulfovanillin, Handschnitt nach der PEG-Methode |
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| Pleurozystiden in Sulfovanillin,Quetschpräparat |
Die Huthaut besteht aus einer Ixokutis (im Übergang zum Ixotrichoderm), mit ca. 5 µm dicken Hyphen
| Huthaut in Kongo-NH3, Handschnitt nach der PEG-Methode |
Die Stielhaut besteht aus einem Ixotrichoderm mit 3-4 µm dicken Hyphen.
| Stielhaut in Kongo-NH3, Handschnitt nach der PEG-Methode |
Diskussion
In der Literatur (z.B. Heilmann-Clausen et al.) wird die Art nur von basenreichen Böden berichtet. Auch erwartet man große Sporen so um die 10 x 8 µm. Doch der freudig lachsorangefarbene Hut des Funsea mit nur selten grünen Zonen sowie die deutlichen Gruben am Stiel und auch die Begleitbäume lassen eigentlich keinen Zweifel an Lactarius salmonicolor aufkommen.Vielleicht sind die abweichenden Sporenmaße auf das extrem trockene Wetter des Jahres 2015 oder auf die zum Fundzeitpunkt sehr niedrigen Nachttemperaturen um die null Grad zurückzuführen.







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